Wie ich ein Paket gestalte – und warum es mehr ist als Malvorlagen
Warum ich mein Atelier-Plus-Paket komplett neu gedacht habe, und wie das August-Paket den Einstieg ins Malen so leicht wie möglich macht.
Über das Malen selbst schreibe ich hier oft. Heute möchte ich einmal hinter die Kulissen blicken und erzählen, warum ich mein Atelier-Plus-Paket komplett neu gedacht habe.
Lange bestand es nur aus zwei gedruckten Malvorlagen. Schöne Vorlagen, auf gutem Baumwollpapier. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass eine Malvorlage allein selten das ist, was Menschen wirklich suchen. Sie suchen das gute Gefühl, dass ihr Bild am Ende wirklich gelingt.
Nicht Talent entscheidet, sondern die Rahmenbedingungen
Das ist für mich der Kern von allem. Ob ein Aquarell gelingt, hängt viel weniger am Talent, als die meisten glauben. Es hängt an den Rahmenbedingungen: am richtigen Papier, an einer harmonischen Farbpalette, an den passenden Pigmenten und an einer klaren Begleitung Schritt für Schritt. Genau das ist meine Gelinggarantie.
Also habe ich mich gefragt: Was müsste in einem Paket stecken, damit jemand, der sich bisher nicht an das erste Bild getraut hat, einfach anfängt und sich am Ergebnis freut?
Was ich in den letzten Monaten gelernt habe
Diese Überzeugung ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern aus vielen kleinen Beobachtungen. Auf Instagram reagieren die Menschen am stärksten auf Bilder, die leicht und machbar aussehen, als ließe sich sofort selbst zum Pinsel greifen. Gespeichert und geteilt wird vor allem das, was Lust macht und nicht überfordert.
Auch die Arbeit an meiner Nature-Palette-Reihe und eine geführte Mal-Session mit einer Gruppe Kinder haben mir dasselbe gezeigt: Mit einer fertigen, harmonischen Farbauswahl und einer klaren Outline gelingen selbst den jüngsten Anfängern erstaunlich schöne Bilder. Nicht, weil sie besonders begabt wären, sondern weil der Rahmen sie trägt.
Und noch etwas zeigt sich immer wieder: Die meisten wünschen sich die Sicherheit einer Vorlage. Sie möchten nicht allein vor dem leeren Blatt sitzen. Erst neulich erzählte mir meine Mutter am Telefon, dass sie schon oft ans Malen gedacht hat. Aquarell komme ihr aber so schwer vor, viel schwerer als Acryl. Und wenn sie anfinge, dann auf jeden Fall mit einer Vorlage.
Genau da setzt das Paket an: Es soll den ersten Schritt leicht machen und die Sicherheit geben, dass am Ende wirklich etwas Schönes entsteht.
Ein kleines Atelier zum Auspacken
So ist das neue Atelier-Plus-Paket entstanden. Es ist kein Stapel Papier, sondern ein kleines, stimmiges Erlebnis. Im August dreht sich alles um zwei Pflanzen: den Spitzwegerich und den Wiesen-Storchschnabel.
Das Paket ist Teil meiner neuen Nature-Palette-Reihe Vol. 2, Die freundlichen Wilden. Nach dem ersten Band Ein neuer Garten, der meine eigenen Gartenpflanzen zeigte, widme ich mich ab August zwölf ausgewählten Pflanzen der Blumenwiese. Jedes Motiv habe ich zuerst selbst fotografiert und anschließend von Hand zu einer Outline gemalt. So gehört zu jeder Vorlage auch ein echtes Referenzbild.

Beim Öffnen begrüßt zuerst ein Willkommensbrief auf zartem Transparentpapier. Dann die Samen der Kreativität: ein paar liebevolle Kleinigkeiten wie ein bemalbares Lesezeichen, winzige handgemalte Inspirationskärtchen und ein Aufkleber. Sie sind nicht bloß Deko, sondern nehmen die Scheu, bevor es an das eigentliche Bild geht.
Zum Warmwerden liegen zwei Swatchkarten bereit. Und dann das Herzstück: zwei handgemachte Malvorlagen, wasserfest auf Baumwollpapier gedruckt. Genau dieses Papier verzeiht typische Anfängerfehler und lässt die Farben leuchten, damit schon das erste Ergebnis überrascht.
Dazu kommen zwei Pflanzenporträts auf Kraftpapier, zwei rahmbare Referenzdrucke der beiden Motive und ein großer Bogen zum freien Gestalten, mal als Collage zum Ausschneiden, mal als Rezeptbogen zum Aquarellieren. Und schließlich die beiden passenden Mal-Sessions, die im Atelier Schritt für Schritt durch das Motiv führen.

Alles ist mit wasserfester Pigmenttinte gedruckt und fein aufeinander abgestimmt. Bewusst zurückhaltend in der Farbe, denn das meiste soll erst beim Malen zum Leuchten kommen.
Warum ich mir so viel Mühe gebe
Weil ich möchte, dass dieses Paket als hochwertig empfunden wird, dass man mitmalt und sich am Ende freut, dass es geklappt hat. Nicht, weil jemand plötzlich begabter geworden ist, sondern weil alles darauf ausgelegt ist, dass es gelingt.
Die kleinen Beilagen bauen die Hemmschwelle ab. Das Baumwollpapier fängt kleine Fehler auf. Die Farbpalette ist so gewählt, dass selbst freies Mischen kaum daneben gehen kann. Und die Mal-Sessions geben die Orientierung, die ein leeres Blatt so oft vermissen lässt.
Zum Start der neuen Reihe gibt es einen ganzen Monat Atelier gratis dazu. Und für die ersten 30, die sich für Atelier Plus entscheiden, kommt obendrein das komplette August-Paket per Post nach Hause. Die Aktion läuft bis zum 31. Juli, eine Anmeldung genügt. Hier geht es zur Aktion.
Am Ende geht es mir nämlich gar nicht darum, möglichst viel Material zu verschicken, und auch nicht um Regeln oder darum, eine Pflanze möglichst detailgetreu abzubilden. Dafür könnte ich auch ein Foto machen.
Es geht mir darum, die Farbe fließen zu lassen und zu beobachten, welchen Weg die Pigmente nehmen. Um das Fühlen jedes einzelnen Farbtons und die reine Freude an den Blumen. Genau dafür habe ich meine Vorlagen und dieses Paket entwickelt: damit dieses Erleben in den Vordergrund treten kann und das schönste Gefühl beim Malen bleibt, anzufangen und zu sehen, dass es gelingt.